Eine Definition und zusätzliche Informationen zu unserem Sonnensystem und die Entwicklung unseres heutigen Weltbildes

Unser Sonnensystem – was kann man sich unter diesem Begriff vorstellen?

In erster Linie handelt es sich um die Sonne, den Zentralstern unseres Planeten, der ca. 99.9% der Masse des Systems beinhaltet, und die neun Planeten, die um sie kreisen.

Diese Planeten heißen, ihrer Entfernung zur Sonne nach aufgeführt, Merkur, als sonnennächster Planet, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto. Pluto wird allerdings der Status eines Planeten immer mehr aberkannt, da mittlerweile verschiedene Plutinos (Objekte mit ähnlichen Eigenschaften und vergleichbaren Massen) entdeckt worden sind.

 

2003 wurde am äußersten Rande unseres Sonnensystems ein Objekt, „2003 UB313“ genannt, das größer als Pluto ist, entdeckt. Die Wissenschaftler stufen es als Planet ein, die IAU(Internationale Astronomische Union) aber weigert sich, es als Planeten anzuerkennen und möchte mit dieser Entscheidung warten, bis im Sommer 2006 eine neue klare Definition über den Begriff „Planet“ getroffen wird. Somit wird sich diese Facharbeit nur mit den neun bisher bekannten Planeten und ihrer Sonne befassen.

 

Vor etwa 4,6 Milliarden Jahren bewegte sich an Stelle unseres Sonnensystems eine ausgedehnte Materiewolke um das Zentrum der Galaxis. Diese Wolke bestand zu 99% aus den Gasen Helium und Wasserstoff sowie einem geringen Anteil aus Staubteilchen und Verbindungen aus Wasser und Kohlenmonoxid.1 Während mehrerer hundert Millionen Jahre entstand das, was wir heute kennen – ein riesiges ausgedehntes Universum und mittendrin, in einer Galaxie, unser Sonnensystem.

 

Wie eingangs dargelegt, wissen wir heute, dass die Planeten um die Sonne kreisen. War diese Tatsache schon immer bekannt? Diese Frage ist zu verneinen. Zur Erläuterung wird auf bedeutende Wissenschaftler der letzten 2000 Jahre verwiesen. Ptolemäus ging ca. 100 n. Chr. von einem geozentrischen Weltbild aus. Danach bewegten sich alle Planeten, die Sonne eingeschlossen, auf Kreisbahnen um die Erde. Mit dieser These verwarf er das heliozentrische Weltbild, das bereits von Aristarchos von Samos und Seleukos von Seleukia vertreten wurde. Es entsprach unserer heutigen Auffassung des Sonnensystems.2 Erst 1300 Jahre später wagte es Kopernikus, dieses Weltbild wieder als das einzig Richtige darzustellen. Er konnte es aber aufgrund der falschen Annahme, dass sich die Planeten auf Kreisbahnen um die Sonne bewegen, nicht mathematisch beweisen. Galileo Galilei entdeckte einige Jahrzehnte später mit dem inzwischen in Holland erfundenen Teleskop, dass das Ptolemäische Weltbild nicht den Tatsachen entspricht. Dadurch geriet er in einen schweren Konflikt mit der Lehre der Katholischen Kirche, was in der Verfolgung durch die Inquisition gipfelte.3 Der mit Galilei im brieflichen Kontakt stehende Kepler entwickelte dessen Ideen weiter und stellte die Keplerschen Gesetze auf, die auch heute noch Grundlage für astronomische Berechnungen sind.4

 


1Quelle [ 1 ]

2Quelle [ 2 ]

3Quelle [ 3 ] und [ 4 ]

4Quelle [ 5 ]

 

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